Nachlese Rømø Tour

28. November 2017 Axel Allgemein

Ist es ein übertriebener Aufwand sich für 75 min ins Auto zu setzen um auf Rømø zu sein?
Nein, die Tour am vergangen Sonnahm hat es mal wieder bewiesen 🙂

Erste Höhepunkt war die Mitnahme des Naturreservat Sølsted Mose. Seit 1993 wird hier auch mit viel ehrenamtlichem Engagement ein Moorgebiet renaturiert. Zudem hat hier der dänische Staat seit 2010 über 2 Mio Euro investiert.
Zwischen Tønder und Bredebro an der 11 gelegen bieten sich mehrere Möglichkeiten für Rundgänge an. Die erste führt mich schnell in das Zentrum des ca. 220 ha großen Areals. Schautafeln und auch Bänke sind hier Standard.

Ich gehe ein wenig ins Gebiet hinein, der Moorbereich ist außerhalb der Dämme. Er lässt aber sehr schnell die Sukzessionsphasen aufgrund des unterschiedlichen Pflanzenbewuchses phänomenologisch erkennen. Allein die Farben sind auch Ende November eine Freude.

Der zweite Zugang liegt direkt an der 11 und führt vom Parkplatz über einen Bohlenweg zu einem überflutetes mit Weiden bewachsenes Gewässer.

Fantastisch! Und genauso auch die mitten in den Weg gebaute Aussichtsplattform. Sehr überlegt angelegt; auch hier finden sich mehrsprachige, aber nicht überfrachtete Informationstafeln. Mein Weg weiter entwickelt sich auch im November zur Idylle, die Sonne bricht kurz durch. Allerdings ist der Weg für mich jäh zu Ende. Auch die Bohlen sind dann nach einiger Zeit überflutet… Gut für das Moor; eine Wiederkehr ist absolut angesagt. Allein die Vogelwelt hier dürfte eine besondere Betrachtung wert sein…

Rømø. Nach der fast 10 km langen Überfahrt auf Rømødæmningen geht es gleich links ab Richtung Bolilmark. Nach 350 m geht es links in den Ringvejen. Schlappe 200 m später ist das erst Ziel erreicht. Der Høstbjerg ist mit 19 m über NN die höchste Erhebung. Von einem Berg möchte ich nicht sprechen. Von hier aus hat mal einen tollen Überblick.


Gerade westlich ist die Heidelandschaft in den Dünen beeindruckend von oben zu erleben. Schnell fällt auch der auffällige Kiefernbestand auf.

Er ist ein Relikt der im Wesentlichen nach 1945 angepflanzten Bäume, mit denen mal versuchte der Sanddrift Herr zu werden. Heute wird mehr Wert auf ökologisch vielfaltigere Laubbäume gelegt. Auf den Rundweg gibt es nur einen kurzen Abstecher. Denn noch auf dem Høstbjerg seiend bricht wie im Bilderbuch die Sonne durch die Wolken. Der Strand ruft…

Hierhin zieht es mich dann auch. Noch an der shopping mile von Lakolk den Wagen parkend, merke ich das Kultur international ist. Um 150 m zu Fuß zu sparen, parken automobile Vollpfosten auf dem Geh- und Radweg. Das auf den Strand gefahren darf entzieht sich grundsätzlich meinem Verständnis.

Trotz Sonntag verläuft es sich dann schnell und in Richtung Norden begegnen mir bis zum Militärgebiet dann nur noch mit Abstand neun Menschen. Was für eine Weite, welch Erholung, welch Sinneseindrücke direkt am Wasser. Je weiter nördlicher ich zur Sperrzone komme, desto mehr Vögel säumen die Wasserkannte. Allein das Miteinander von zwischen Austernfischer Paaren und herumtrippelnden Regenpfeifern ist ein Naturschauspiel.

Die Sonne verschwindet wieder Zum Sonnenuntergang.

Und auch Rømø verschwindet. Die Rückfahrt geht über Ballum. An der Ballum Sluse mache ich noch einen kurzen Halt und treffe auf Ornis, die hoffen, den Seeadler zu sehen. –  Ballum Sluse hatte bis zum Bau des Damms (1939-1948) eine wichtige Rolle: Von hier aus ging die Fährverbindung auf Rømø.

Heute ist Ballum durch den Strukturwandel positiv auffällig. Der über mehrere Flecken verteilte Ort versucht sehr geschickt seine Lage touristisch zu vermarkten. Landwirtschaft ist hier kein Widerspruch. Das fällt auch an der Kirche auf; der Weg zum Wasser und der idyllische Blick auf den Südteil der gegenüberliegenden Insel wird gut in Szene gesetzt. Für mich nichts Neues; vor Jahr und Tag war ich auf einer der Ballum Spuren unterwegs. Es drängt mich auch in der eingetreten Dämmerung den Spaziergang zu wiederholen.Vogelschwärme verstärken meinen Eindruck.

Zum Schluss komme ich noch durch Tønder. Den berühmten Weihnachtsmarkt lasse ich traditionell aus… Ich habe einen anderen Grund dort zu halten. Anschließend über die Betonstraße fahrend endet die Rømø Tour.

Viel gesehen, viel erlebt und Lust auf noch mehr (Meer) bekommen 🙂

BallumMoorRømøSølsted MoseSpor i LandskabetTønder


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