Düne am Treßsee

25. März 2020 Axel Allgemein

Die Corona Krise zwingt auch das Projekt Spaziergänge in der Region zur Ruhe.
Nichtsdestotrotz werde ich mir im Rahmen der Möglichkeiten einige Gebiete genauer anschauen und hier ein paar Anregungen und Notizen hinterlassen. So ging es dann heute in ein geschütztes Gebiet direkt vor meiner Haustür:

Direkt vor den Toren Flensburgs gelegen ist das NSG Düne am Treßsee, eines der populärsten Spaziergebiete im Flensburger Raum. Bereits im Jahre 1937 wurde das Gebiet unter Naturschutz gestellt.

Der Treßsee ist Bestandteil der Oberen Treenelandschaft. Noch vor 50 Jahren war er um ein Vielfaches größer. Die natürliche Verlandung und der anthropogene Einfluss auf die Landschaft machen ihn zu einem sterbenden Gewässer. Christian Stolz von der Flensburger Universität forscht hier zu der Thematik.

Gekennzeichnet ist das Gebiet durch eine Wegführung über diverse Pfade. Es zeigt sich eine reduzierte Graslandschaft in der wenige Baumgruppen auffällig sind. Klassische Moorflächen sind hier genauso wie Heidefloren zufinden.

An einigen Stellen ist der Boden aufgebrochen.

Dort lässt sich das Bodenprofil mit Podsol und Flugsand nachvollziehen. Es wird angenommen dass die Sandflächen ihren Ursprung in der Weichsel-Kaltzeit haben. Zudem kommt der Treßsee als Quelle einiger Sandbereiche in Betracht.

Als Treffpunkt bietet sich der Parkbereich Zur Heide/Am Treßsee in der Nähe Juhlschaus an.

Ein idyllischer Einstieg, der allerdings nicht den Treßsee bietet. Das erste Gewässer ist der künstlich aufgestaute Julesee. Die Geschichte dieses Gewässers ist sowohl der Anwendung ökologischer Maßnahmen als auch dem neuzeitlichen Wirken der Medien geschuldet. Die Geschichte des Eckernförder Eimersees ist hier nicht unähnlich.

Am Aussichtspunkt lässt sich prima in die Angliter Landschaft und die Treßseeniederung blicken.

Mit ein bisschen Kenntnis und Geduld lassen sich auch seltenere Pflanzen wie Sonnentau zu den entsprechenden Zeiten entdecken.

Heute muss sich das Gebiet mehreren Herausforderungen stellen: Hundehalter lassen ihre Vierbeiner sehr oft ohne Leine in dem geschützten Bereich freilaufen. Sobald es wärmer wird ist es zudem keine Seltenheit dass Hunde zum Abkühlen in die Wasserflächen gescheucht werden. Darauf angesprochen ist dann ein ‚Hier sind doch keine Vögel…‘ zu hören. Warum wohl nicht…

Spannender sind die regelmäßig notwenigen Entkusselungsmaßnahmen.
Ohne eine Teilbeweidung oder die Entnahme von Gehölzen, dem Fällen der schnellwachsenden Bäumchen, wurde die Binnendüne innerhalb weniger Jahre schnell verwalden. Und wäre somit Geschichte…

Ein absolut erlebenswertes Gebiet!

25.03.2020AngelnBinnendüneEimerseeHundeJuleseeTreeneTreßsee


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